Heimatverein Neuenkirchen

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Jahreshauptversmmlung 2018

„Kannste nix von säggen“

 „Kannste nix von säggen“, war der Kommentar der Mitglieder des Heimatvereins Neuenkirchen nach der Jahreshauptversammlung. „Dies ist das höchste Lob der Ostwestfalen“, behauptete der Kabarettist  Udo Reineke, der nach Abschluss des offiziellen Teils der Versammlung auftrat. Mit seinen lustigen Texten hatte er die Lacher auf seiner Seite. Bestens kannte er sich mit den dörflichen Begebenheiten aus. “Ich komme selbst aus einem kleinen Dorf im nördlichen Südostwestfalen“, war seine Begründung. So wusste er von den Dorferneuerungen in Neuenkirchen. „ Dieses schöne alte Kolpinghaus soll abgerissen warden.  Schauen Sie sich noch eimal um,“ schlug er vor. Das Ende seines humorvollen Vortrages kam den Heimatfreunden viel zu schnell. Der anhaltende Beifall führte zu einer langen Zugabe.

Zuvor war die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins erfolgreich abgeschlossen worden. Der Kassenbericht weist eine solide Finanzlage aus. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Im neuen Jahr bietet der Heimatverein einen gut gefüllten Terminkalender. Die Dienstagabend-Radtouren mit Josef Martinschledde werden fortgeführt. Auch die Dorfgeschichten stehen wieder auf dem Programm. Die Klassiker wie Hobbymaler-Ausstellung, Grünkohlessen und der Advents- und Kreativmarkt sowie die Adventsfensteraktion im Dezember finden ebenfalls wieder statt.

Dorfrundgang 2017

 Bei bestem Wetter fand der Dorfrundgang des Heimatvereins Neuenkirchen statt. 23 Personen lauschten den Dorfgeschichten, die Wolfgang Körkemeier bei der knapp zweistündigen Dorfbegehung erzählte. Angefangen mit der Errichtung der alten Volksschule, zu der er Erlebnisse seiner eigenen Schulzeit erzählte, wusste er die Anfänge der heutigen Volksbank und die Geschichte des ehemaligen Gemeindehauses zu schildern. Besonderes Augenmerk legte er auf Stadtlers Garten. Der ehemals zum Anwesen der Brennerei Stadtler gehörende Privatgarten mit den zum Teil über hundert Jahre alten Bäume und dem jetzt offengelegten Dorfgraben ist ein Kleinod im Herzen von Neuenkirchen. Die Geschichte von Stadlers Kreuz, das im Park einen würdigen Platz finden soll, schilderte Wolfgang Körkemeier den Teilnehmern ausführlich. Die ehemalige Synagoge, Haus Vosshenrich, Villa Kemper, Haus Liening und viele andere Häuser waren weitere Stationen im Geschichtenreigen. Das älteste Haus in Neuenkirchen ist das Haus Humann, dessen Fachwerkfassade nachträglich verkleidet worden ist. Das damalige Hotel Druffelsmeier, das auch Adenauer beherbergte, war so elegant, dass es die Herren nur mit Krawatte betreten durften. Die Dorfmitte stellt die Pfarrkirche St. Margareta dar. Aus einer anfangs kleinen Kapelle entstand im Laufe der Jahrhunderte der stattliche Kirchenbau. Die ihn umgebende Kirchenmauer musste wegen Straßenerweiterungsarbeiten bereits zweimal zurückgesetzt werden. Ein Gang durch Pastors Garten, der dem damaligen Pfarrer als Obstwiese mit Standort für seine Bienen gedient hat, beendete den heiteren und informativen Rundgang mit Geschichte und Geschichten aus Neuenkirchen.