Heimatverein Neuenkirchen

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Neuenkirchen / Entwicklung bis zur Jahrhundertwende

von Hartmut Krüger-Schiefelbein
(veröffentlicht 1989 in „700 Jahre Stadt Rietberg 1289 -1989 - Beiträge zu ihrer Geschichte,S. 790 - 802)

Das Jahr 1185 gab der Pfarrgemeinde Neuenkirchen Anlass, 1985 ein großes Jubiläum zu feiern: 800 Jahre Pfarrei St. Margaretha.  In der Festschrift weist Pfarrer Hölscher auf die Urkunde hin, in der erstmalig ein Pfarrer von Neuenkirchen erwähnt wird:“ Constantinus in Niggekercke“.(1) Für ihn bleibt die Echtheit des Dokumentes offen, und er bezieht sich im wesentlichen auf die Forschungen von Franz Flaskamp: „Als zweifellos echt wird man die Urkunde von 1185 nicht erweisen können, noch weniger aber ihre Echtheit bestreiten dürfen..“(2)

Für Flaskamp gibt es jedoch noch andere wesentliche Hinweise, um die frühe Entstehung von Neuenkirchen zu begründen. Er verweist dabei zunächst auf die geschichtliche Aussagekraft der Ortsnamenbezeichnung „Neuenkirchen“. ..eine frühe kirchliche Neugründung, ...das erste Kirchspiel, das von einer ganz alten Pfarrei abgezweigt wurde,...die erste Tochterkirche, die ihre namhafte Mutterkirche (St. Aegidius Wiedenbrück) verließ.“(3)

Neuenkirchen entstand nach Flaskamp schon erheblich vor 1088. Er begründet das mit der urkundlichen Erwähnung von Rheda, einer weiteren Tochterkirche. Die „neue Kirche“ entstand auf dem Haupthof der Ritter von Varensell. Sie wurde mit einem Pfarrhof versehen,aus dessen Erträgen der Lebensunterhalt der jeweiligen Pfarrer erwirtschaftet wurde. Aus diesem Pfarrhof dürfte im wesentlichen das später gegründete Dorf hervorgegangen sein.

Außerdem spricht laut Flaskamp das Margareten-Patrocinium für ein ziemlich hohes Alter. Er weist auf das zeitlich später zu datierende Marien-Patrocinium hin, das sich ab Mitte 11.Jahrhundert findet. Der Entstehung einer neuen Bauerschaft Neuenkirchen räumt Flaskamp einen weiten Zeitraum ein (1100 bis 1400).

„Jahrhundertelang ist Neuenkirchen die einzige Pfarrei im Bereich der späteren Grafschaft Rietberg gewesen, hat also einen annähernd vier Quadratmeilen großen Seelsorgebezirk verwalten müssen.“(4) Wesentliche Einbußen erlitt die Pfarrei durch zwei bedeutende Neugründungen: die gräfliche Eigenkirche zu Rietberg (vor 1269) und die Annenkapelle zu Verl (1512). Weitere Schmälerungen mußte das Kirchspiel  Neuenkirchen durch die Eigenständigkeit von Neu-Kaunitz / Bauerschaft Oesterwiehe (1748), Westerwiehe 1916) und Varensell (1950) hinnehmen.

„1960 umfaßte das Kirchspiel noch 4800 Seelen, die sich auf Kirchdorf und Bauerschaft Neuenkirchen (2735), die ganze eingepfarrte Bauerschaft Druffel (860), die großenteils verbliebene Bauerschaft Varensell (970), sowie die bescheidenen Absplisse der Bauerschaften Westerwiehe (117), Oesterwiehe (108) und Lintel (34) verteilen.“ (5)

Wenn sich auch im Laufe der Jahrhunderte die Bedeutung Neuenkirchens als Kirchspiel verringert hat, so blieb die zentrale Funktion der Kirche weitgehend erhalten, die letztlich zum Ausgangspunkt der Dorfgründung wurde. Dabei dürfte neben dem stark kirchlich geprägten Leben auch der ehrwürdige Kirchbau eine wesentliche Rolle gespielt haben (Flaskamp datiert die bis heute im wesentlichen erhaltene gotische Bausubstanz auf die Zeit um 1300). Auf relativ kleiner Fläche wuchs um die Kirche das Kirchdorf,  Handwerker und Gewerbetreibende siedelten auf ehedem kircheigenem Grund und stellten sich auf den Bedarf der hauptsächlich landwirtschaftlich ausgerichteten Bevölkerung der umliegenden Bauerschaften ein.

Das Dorf  Neuenkirchen erreichte seine Blüte im 17. und 18. Jahrhundert. Ein wesentlicher Grund war die damals günstige Verkehrslage am Knotenpunkt wichtiger Poststraßen. Hier kreuzten sich „die Wege der Thurn- und Taxischen Kaiserlichen Reisenden und der Fürstbischöflich-Münster-Paderborner Fahrenden Post von Münster nach Kassel und der Brandenburgischen Reit- und Fahrpost von Bielefeld nach Lippstadt.“(6) Von hoher Bedeutung war außerdem die Ansiedlung von sechs Schutzjudenfamilien. „Durch sie setzte die gewerbliche Entwicklung Neuenkirchens ein, besonders der Umsatz von Vieh, Saatgut, Hanf-, Flachs- und Wollgespinsten, Kupfer- und Zinnwaren, sowie Steingut.... Bis zur Wende des 18./19. Jahrhunderts war Neuenkirchen unverkennbar die führende Gemeinde der Grafschaft Rietberg.“(7) Das blieb nicht so.Neuenkirchen wurde zunehmend von der Grafenstadt überflügelt.

Die preußische Landeshoheit förderte zudem diese Entwicklung zu Lasten von Neuenkirchen. Und schließlich wurde das einstmals blühende Dorf durch die Verlagerung des Verkehrs und den Bau neuer Verkehrsverbindungen fernab des Dorfes immer mehr ins Abseits gedrängt.(Siehe zum Postkurs die Zeittafel 1822 und 1833.) Neuenkirchen als Anziehungspunkt und Zukunftsperspektive für viele Generationen verblaßte; Hunderte suchten bessere Berufs- und Lebenschancen im Ruhrgebiet oder gar in Übersee:
„Das Fortschreiten des Bergbaues und der Industrie im westlichen Theile der Provinz hatte eine förmliche Völkerwanderung aus den hiesigen Landgemeinden namentlich nach den Städten Dortmund, Bochum und Essen wachgerufen, so daß das Kirchspiel Neuenkirchen, welches zur Mitte der 18hundert und vierziger Jahre nahe an 4000 Seelen zählte, deren bei Aufnahme der Seelenzahl im August 1874 keine volle 4000 (3928) mehr aufzuweisen hatte.“ (8)

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte eine Phase der Erholung ein. Als Motor des zunehmenden Aufschwunges ist vor allem Heinrich Humann (1837-1915) zu nennen. Als praktischer Landwirt und langjähriger Gemeindevorsteher von Neuenkirchen kannte er wie kein anderer die Probleme seiner Heimatgemeinde. Durch seine unermüdliche Arbeit in vielen Gremien, nicht zuletzt als Abgeordneter im preußischen Landtag und im Reichstag, konnte er manche Fehlentwicklung der Vergangenheit korrigieren und Neuenkirchen wieder das Gewicht einer zentralen Gemeinde verschaffen. Durch seine Bemühungen gelang u.a. die Anbindung des Dorfes an bereits bestehende Verkehrsverbindungen. Waren dadurch schon grundlegende Voraussetzungen zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft gegeben, so brachten die weitsichtigen Neugründungen der Spar- und Darlehnskasse (1885) und der ersten Molkereigenossenschaft (1891) weitere Impulse.

Handwerker und Kaufleute erkannten recht bald die Gunst der Stunde; es kam zu Neugründungen von Betrieben; das Industriezeitalter wurde nun auch für Neuenkirchen eingeläutet. Besonders ist hier die Gründung der Fabrik Kemper im Jahre 1900 zu nennen:
„Von dem Kaufmann Emil Kemper hierselbst wurde in diesem Jahre an der Chaussee Neuenkirchen-Rietberg auf dem Dreisewerd'schen, später im Besitze des C. Meyer sich befindlichen Grundstücke eine Centrifugenfabrik verbunden mit Eisengießerei und Elektrizitätswerk erbaut, und welch letzteres die Gemeinden Neuenkirchen und Rietberg auf Grund besonders abgeschlossener Contrakte mit elektrischem Licht versorgt. Für die Gemeinde Neuenkirchen ist der Kostenpunkt auf jährlich ca. 175 Mark bedungen.“ (9)

Etwas dieser Fabrikgründung Vergleichbares gab es zum damaligen Zeitpunkt weder auf dem Gebiet der ehemaligen Grafschaft Rietberg noch in angrenzenden Gemeinden. Und die Chronik vermeldet schon nach wenigen Jahren, daß der Kempersche Betrieb nach einer baulichen Erweiterung eine Aufstockung auf durchschnittlich hundert Arbeiter erfahren hat (1903).

Der neuerliche Aufschwung ist auch an der regen Bautätigkeit zu messen, worüber die Chronik von 1901 berichtet:
„In diesem Jahre entwickelte sich wohl infolge der vermehrten gewerblichen Thätigkeit und auch wohl mit Rücksicht auf die demnächstige Inbetriebstellung der Eisenbahn, namentlich im Ort Neuenkirchen eine sehr rege Bauthätigkeit. Es wurden abgesehen von der schon erwähnten Fleischwarenfabrik 11 neue Häuser in der Gemeinde Neuenkirchen erbaut, also mehr, wie es wohl seit einer Reihe von 50 Jahren im Ganzen der Fall gewesen ist.“ (10)

Zwei Jahre später vermerkt der Chronist den Bau von 10 weiteren Häusern. Außerdem weist er auf viele An- und Vergrößerungsbauten an den Bauern- und Kötterhäusern in den übrigen Landgemeinden hin.

Von der Küsterschule bis zum Schulzentrum

Die erste Erwähnung eines Schulmeisters in Neuenkirchen findet sich 1625 im Bericht über die Visitation des Osnabrücker Generalvikars Albert Lucenius. Lobend wird erwähnt, daß die Kirche erst kürzlich frisch geweißt wurde und in einem guten Zustand ist. In der Pfarrei ist ferner als Kaplan ein Jungpriester namens Johannes Haeck tätig, der die Seelsorge in Bornholte versah. Schulmeister und Küster war Heinrich Pröbsting.

Heinrich Pröbsting hat nach den Forschungen von Wilhelm Schiermeyer seinen Dienst bereits 1623 in der neu erbauten Pfarrschule aufgenommen, (11) die fortan Küsterschule  genannt wurde, da Küsterei und Pfarrschule unter einem Dach vereint waren. Wahrscheinlich wurde die erste Schule in Neuenkirchen als katholische Schule im größten Kirchspiel der Grafschaft im Zuge der Gegenreformation gegründet, nachdem Neuenkirchen, wie auch die ganze Grafschaft, viele Jahrzehnte evangelisch gewesen war. So kann man auch das Bemühen des Osnabrücker Generalvikars um Seelsorge und Schulbildung verstehen.In Heinrich Pröbsting fand er einen im Kirchendienst erprobten Mann, der bereits 18 Jahre als Domküster in Paderborn gedient hatte. Es ist zu vermuten, daß er auf Vorschlag der Paderborner Jesuiten, die die erste Phase der Gegenreformation in der Grafschaft leiteten, nach Neuenkirchen kam.

Die alte Küsterschule war eine reine Knabenschule. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges unterrichtete Heinrich Pröbsting dort im Alter von 70 Jahren etwa dreißig Knaben. Als nächster Lehrer und Küster wird 1672 in einer Besoldungsliste Christoph Spieker erwähnt, dem am 21.5.1696 sein Sohn Arnold Spieker im Amt folgt (12)

Die erste Schule in Neuenkirchen diente 204 Jahre  lang von 1623 bis 1827 der Bildung und Erziehung junger Menschen, stets in Doppelfunktion als Küsterhaus und Schule.Nach der Umsiedlung der Schule in die Ringstraße blieb bis zum Jahre 1928 in dem alten Fachwerkbau an der Langen Straße weiterhin die Küsterei. Josef Feuerborn kaufte dann das abbruchreife Haus und gestaltete daraus ein Wohn- und Geschäftshaus (Frisörsalon Conrad Körkemeier und Schuhgeschäft Bröker). 1954 ging es in den Besitz von Hans Roesgen über, der, wie später sein Sohn Hans-Peter, das traditionsreiche Haus zu einem Schmuckkästchen für Neuenkirchen umgestaltete und darin ein Blumengeschäft einrichtete. (13)

Die erste Notiz über das Schulwesen des Ortes Neuenkirchen findet man in der Gemeindechronik aus dem Jahre 1818. Danach befinden sich in Neuenkirchen vier Schulen, eine jüdische und drei katholische, wovon zwei in der Bauerschaft liegen. Für den „Schulentwicklungsplan“ der Gemeinde Neuenkirchen ist das Jahr 1827 von großer Bedeutung. Durch die Zusammenlegung von Schulen erfolgt eine neue „Einrichtung des Schulunterrichtswesens“ auf Vorschlag des Gemeinderates. Bis dahin bestanden drei Unterrichtslokale: eines in der Küsterei, das andere bei dem Zweitäger Laureck und das dritte bei dem Halbmeier Kleinetobulte:
„In dem ersteren wurde von dem Schullehrer Thewes morgens Unterricht gehalten. Nachmittags erteilte der Thewes in der zum Kirchspiel gehörigen Gemeinde Druffel Unterricht, wogegen in den beiden Bauerschaften der Lehrer Anton Meyer unterrichtete.“

Im Sommer 1827 ist nun für die ganze Gemeinde Neuenkirchen  ein neues Schul-Local mit einem Kostenaufwand von 486 Rth., durch eine Beitragsleistung von sämtlichen Gemeindeinteressenten aufgebracht und erbaut worden und von Michaely d.J. zum Unterricht benutzt. Zu dieser Schule gehören nun sämtliche schulpflichtigen Kinder des Dorfes Neuenkirchen und der Bauerschaft Neuenkirchen, welche, wie die Schuleinrichtung jetzt besteht, in zwei Abteilungen, die Größeren morgens, die Kleineren nachmittags unterrichtet werden. Auswärtige müssen deshalb von diesem Schul-Local ausgeschlossen werden, da sie zu den Kosten beizutragen sich geweigert haben. Für die Schule dahier ist nun der Lehrer Caspar Thewes beibehalten, wogegen der Lehrer Anton Meyer die Schüler aus Druffel übernommen und daselbst, gleich wie hier, morgens und nachmittags, in zwei Klassen Schulunterricht hält.“

„Hinsichtlich des Platzes, woselbst die neue Schule steht, so wird bemerkt, daß solcher von dem jetzigen Küster Kersting angekauft und der Gemeinde geschenkt ist, indem derselbe vorzog, den zur Küsterey gehörigen Garten, in dem anfänglich das Schul-Gebäude seinen Platz haben sollte, ungeschmälert in Benutzung zu behalten. Einige Vergütung ist dem Kersting wieder dadurch zu Theil geworden, daß demselben das bisherige Unterrichts-Local in der Küsterey zu seinem Gebrauch wieder überlassen ist.“(14)

Diese 1827 erbaute „Alte Schule“ stand in der Ringstraße, zwischen den heutigen Besitzungen Hermann Becker und Heinrich Merschbrock, genau gegenüber dem Durchlaß der Kirchhofsmauer am Kreuz. Bis 1869 diente sie allen Schülern - ob Knaben oder Mädchen - als gemeinsam genutztes Unterrichtslokal. Dann wurde die bisher von beiden Geschlechtern gleichzeitig benutzte Schule getrennt und statt derselben zwei Schulen, eine Knaben- und eine Mädchenschule eingerichtet. Die Alte Schule war fortan Knabenschule bis zu ihrem Abbruch im Jahre 1908.(15)

1869 wurde auf der Besitzung Schulze am Diekamp (Kirchweg) gelegen, eine Mädchenschule eingerichtet. Dazu nutzte man die Scheune, die zum Teil auf dem Grund der ehemaligen Post stand. Das Wohnhaus Schulze wurde von der Gemeinde zum Lehrerhaus umfunktioniert. Später bewohnte dieses Haus (erbaut 1792) die Familie des Maler- und Glasermeisters Solf. Nach dem Abbruch (1962) errichtete die Gemeinde dort das Mahnmal. (16)

Ein wichtiger Abschnitt der Schulgeschichte Neuenkirchens wurde im Jahre 1907 eingeleitet:
„Nachdem schon im Jahre 1898 von der Gemeinde und dem Schulvorstande der Neubau einer größeren Volksschule wegen des schlechten baulichen Zustandes der vorhandenen Schulen für ein dringendes Bedürfnis gehalten wurde, konnte nach langen Verhandlungen mit der Königl. Regierung im Herbst mit dem Neubau einer fünfklassigen Volksschule nebst zwei Lehrerwohnungen und einer Lehrerinnenwohnung begonnen werden. Die Schule soll zum Herbst 1908 fertiggestellt werden.“ (17)

Dieses Schulgebäude, das 1955 durch einen Anbau erweitert wurde, ist bis 1988 genutzt worden. Nach der Verlegung der Neuenkirchener Hauptschule nach Rietberg (zunächst 1973 ins Schulzentrum, dann 1981 in die Südtorschule blieb die katholische Grundschule in dem Gebäude. Die Hauptschule (für Neuenkirchen, Varensell und Druffel) kehrte 1985 nach Neuenkirchen zurück in einen Neubau am Wapelbach. Hier konnte auch die Grundschule 1988 einen Neubau beziehen, so daß Neuenkirchen nun über ein eigenes Schulzentrum verfügt.

Zusammen mit den benachbarten Sportanlagen und dem baulich durchgreifend erneuerten Altenpflegeheim St Margareta (früher Krankenhaus) bildet das Schulzentrum einen modernen Schwerpunktbereich der Grundversorgung des Ortes, der zudem die einzige – wenn auch kleine – Schwimmhalle der Stadtgemeinde besitzt.

Kopfsteinpflaster und Chausseen bis um 1900

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor Neuenkirchen durch die Neuorientierung der Verkehrswege seine ehedem zentrale Lage am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Poststraßen. Erst in der 2. Hälfte des Jahrhunderts vermochte sich die Gemeinde auf die veränderte Situation einzustellen und begann zunächst 1870 mit der Pflasterung der Straße im Dorf - kern zwischen denWohnhäusern der Kaufleute Simon und Salomon Porta mit Anröchter Kopfsteinen. (18)

Dazu der Chronist:

Handel und Gewerbe beschränken sich, abgesehen von den Branntweingeschäften der Firma Stadler und Dieckhoff, immer mehr auf den lokalen Bedarf, welches namentlich in den schlechten Verkehrsstraßen und der hierdurch bedingten abgeschnittenen Lage des Ortes seinen Grund hat. Für die im Jahre 1870 von dem Kaufmann Ellendorf hier erbaute Dampfsägemühle ist der Mangel gepflasterter oder chaussierter Wege besonders empfindlich.“ (19)

So dürfte die Erneuerung der Straße von vielen Neuenkirchenern begrüßt worden sein, wenn auch die Kostenlast der von der Regierung in Minden angeordneten Pflasterung groß war und zu 75 % durch eine Anleihe zum Zinssatz von 4 ½ % bei der Kreissparkasse Wiedenbrück gedeckt werden mußte.

Noch größere Probleme dürfte die Finanzierung des Ausbaus der Chaussee nach Rietberg aufgeworfen haben. Die angespannte Finanzlage der Gemeinde zum Zeitpunkt dieses Straßenbaus faßte der Gemeindechronist 1876 in die Worte, daß noch mehr alte Wunden zu heilen blieben, die Bezahlung der vor einigen Jahren angelegten Straßenpflasterung, Lehrerwohnung und Schulen. Er wies damit Kritiker zurück, die offenbar eine Neutrassierung der Verbindung zwischen Neuenkirchen und Rietberg als gerader Weg von Thurm zu Thurm, was auch kostspielige neue Brückenbauten erfordert hätte, gewünscht hatten. (20)

Nach der Verlagerung des Hauptverkehrs nach Rietberg, und der teilweise damit verbundenen Aufwärtsentwicklung der Stadt war besonders Neuenkirchens Wirtschaft auf eine zu jeder Jahreszeit befahrbare Straße nach Rietberg angewiesen. Der vorhandene Weg muß sich vor dem Ausbau 1876/77 in einem recht katastrophalen Zustand befunden haben. Der Gemeindechronist schrieb nämlich nach der Fertigstellung der Chaussee:
„Wir, die wir den früheren Weg so lange Jahre tief im Dreck und im Sommer in tiefem Sande paßiert haben, freuen uns königlich, daß wir, wenn auch etwas krumm, auf hartem Wege nach anderen Orten kommen können. Um eine Fracht von 100 Centnern nach Rietberg zu schaffen, waren 8, geschrieben acht, mitunter auch 10 Pferde nötig.“(21)

Aufschlußreich ist die Aufteilung der Finanzierung dieses Chausseebaues, weil sie das starke Interesse der Gewerbetreibenden an dieser weniger wetterabhängigen Verkehrsverbindung erkennen läßt. Von den Gesamtkosten in Höhe von ca. 38.000 Mark trugen die Provinz 9.600, der Kreis 11.400, Rietberg 1.500 und Neuenkirchener Gewerbetreibende 8.070 Mark. Der Rest wurde von der Gemeinde durch Zuschlag von 75% auf die Klassen- und Einkommenssteuer und von 33 ½ % auf die Gewerbesteuer, verteilt auf vier bis fünf Jahre, gedeckt. (22)

Bei den überörtlichen Verkehrsverbindungen erfolgte 1904/05 der feste Ausbau der Straße nach Westerwiehe. 1906 wurde der Straßenbau nach Gütersloh mit dem Durchbruch der Langen Straße zwischen Stadler und Stroop vollendet, 1909 die Detmolder Straße nach Österwiehe und Kaunitz ausgebaut. Seit der Jahrhundertwende wurden nach und nach auch die Nebenstraßen innerhalb des Dorfes gepflastert.

Brandkatastrophen von 1866 – 1880 – 1905

In der Gemeinde-Chronik finden sich viele Hinweise auf einzelne Brände im Dorf Neuenkirchen, besonders herausragende Feuerkatastrophen jedoch sind für die Jahre 1866, 1880 und 1905 festgehalten. Dabei haben besonders die beiden letzten Brände das Dorfbild nachhaltig verändert. Der bis dahin dominierende Fachwerkbau wurde durch die zu der Zeit übliche Steinbauweise ersetzt. Die Neubauten entstanden entweder im gelben Backstein (z.B. Haus Stadler) oder im roten Backstein (z.B. Haus Schalück) Die Ziegel holte man aus den benachbarten Ziegeleien, gelbe aus Wiedenbrück, rote Ziegel aus Delbrück.

Von einem Wintergewitter im Jahre 1866  ist der Chronist so stark beeindruckt, daß er dazu folgendes schreibt:
„Am 8. Januar des Abends gegen 5 ½ Uhr schlug der Blitz während eines stürmischen Wetters bei Westwind in eine dem Kaufmann Simon Porta gehörende und etwa sechs Fuß von dem Hause des Schuhmachers Conrad Böding... entfernt stehende Pappel. Der Blitz war so fürchterlich, daß es schien, als stünde die ganze Umgebung in Flammen. Der Knall und die Erschütterung waren so stark, wie der aus einer aus nächster Nähe abgefeuerten Kanone, so daß durch den dadurch erzeugten Luftdruck an der Nordseite des Hauses Böding, wo die Pappel stand, förmliche Fensterscheiben und zum Theil sogar die hölzernen Fenstersprossen zerschmettert waren, die Familie des Böding war gerade mit dem Abendbrode beschäftigt, als die Fenster mit Rahmen und Glas in kleinen Stücken sowie eine Quantität Erde und selbst ein Pfahl aus der Umzäunung in die Stube geschleudert wurden. Außer einer augenblicklichen Betäubung, hatte die Familie des Böding keinen weiteren Schaden erlitten.“(24)

Nach einem weiteren Brand im selben Jahr schreibt der Chronist:
„Bei dieser Gelegenheit zeigte sich auch nun wieder, wie wenig die vorhandenen Brunnen resp. Pumpen bei einem solchen Brande leisten, weil dieselben bald erschöpft sind, überhaupt aber auch zu wenig, und, weil meistens in den Häusern sich befindlich, nicht schnell genug Wasser liefern. Dem Weiterverbreiten des Feuers konnte nur durch das aus dem Dorfgraben herbeigeschaffte Wasser Einhalt gethan werden. Es kann deshalb der fortwährenden Instandhaltung der Wasserleitung des Dorfgrabens für die Folgezeit nicht genügsam empfohlen werden, da nunmehr binnen Jahresfrist schon zweimal durch dieselbe einem größeren Brande vorgebeugt worden ist.“ (25)

Hierbei bezieht sich der Chronist auf den nächtlichen Brand vom 4. auf den 5. Juni, der zwei Häuser, einen Stall und eine Scheune vernichtete. Sie waren im Besitz des Schneiders Heinrich Kriener und des Kaufmanns Anton Stroob. Die Ohnmacht der Bürger gegen derartige Katastrophen veranlaßte den Verfasser der Chronik, besonders auf die Bedeutung des Dorfgrabens hinzuweisen.

Der Dorfgraben  wurde 1831 unter Einbeziehung eines bereits vorhandenen Abzugsgrabens gewissermaßen als eine offene Wasserleitung für Löschzwecke – bis heute in voller Länge erhalten – durch das Dorf geführt und ausgebaut. Am Wapelstau oberhalb des Hofes Hesse konnte das Wasser des Wapelbaches in reichlicher Menge in den Graben geleitet werden. Es gelangte mitten durchs Dorf und wurde schließlich unterhalb des Krankenhauses wieder in die Wapel zurückgeleitet. - Heute ist der Graben über weite Strecken hin verrohrt, und wenn er auch nicht mehr die Bedeutung von vergangenen Jahrzehnten hat, so ist seine Attraktivität als landschaftsgestaltendes Element in den Bereichen gestiegen, wo er noch heute offen dahinfließt.

Der große Brand vom 29. April 1880  vernichtete in wenigen Stunden acht Wohnhäuser total und vier partiell und fünfzehn Nebengebäude total und drei partiell. Die sieben beteiligten Versicherungsgesellschaften zahlten für Immobilien 78.820 Mark und für Mobiliar 58.678 Mark Entschädigung.
„Das Feuer brach nachmittags um 2 ½ Uhr in dem dem Kaufmann Stadler gehörigen Viehhause dicht an der Hauptstraße belegen aus, welches bei dem sehr heftigen NO.-Winde rasch um sich griff. Zunächst wurde das Wohnhaus desselben vom Feuer ergriffen, in welchem außer anderen brennbaren Stoffen große Quantitäten Papier, Zucker usw. lagerten. Das Feuer setzte dann von Nord nach Süd über die Straße und wohl innerhalb einer Stunde standen die beiden Wohnhäuser des Kaufmannes Wolf Dreyer, die jüdische Lehrerwohnung, die Synagoge, sowie die Wohnhäuser der Gastwirthe Hartmann und Druffelsmeyer, der Reihe nach in Flammen. Als die Rietberger Feuersprütze, durch Draht herbeigerufen, nachmittags nach drei Uhr auf der Brandstätte erschien, stand schon das Stadler'sche Wohnhaus in hellen Flammen. Bei dem so heftigen N.O. Wind bedrohte das Feuer die Nachbarhäuser, worauf der Gendarm Hufen ängstlich geworden, sofort nach der II. Rietberger Feuersprütze telegraphierte, welche auch nach Verlauf einer ½ Stunde anlangte. Außer der Neuenkirchener Feuersprütze, welche schon gleich bei Ausbruch des Feuers in Thätigkeit versetzt wurde, fanden sich gegen 4 Uhr die Verler und gegen nachmittags 5 Uhr die Feuersprützen von Wiedenbrück und Rheda, letztere in Begleitung der freiwilligen Feuerwehren an.“
„Erst beim Erscheinen der Feuerwehren von Wiedenbrück und Rheda gelang es, in Verbindung mit den Sprützen-Mannschaften von Rietberg, Verl und Neuenkirchen , dem weiteren Umsichgreifen des verheerenden Elements Einhalt zu thun und insbesondere die beiden hart an der Brandstätte belegenen Wohnhäuser der Wirthe Anton Stroop und Borries, sowie die mit 225 Ohm Branntwein gefüllten, auf der Stadler'schen Brandstätte belegenen 3 Keller, vor dem Andringen des Feuers zu sichern. Übrigens gerieth der größte Theil des Kirchorts, samt Kirche, Vikarie und Krankenhaus sowie der Mädchenschule in Gefahr, in Flammen aufzugehen, wenn die in diesen 3 Kellern geborgenen hölzernen Gebinde voll Brantewein in Brand geriethen, zumal in dem nur etwa 30 Meter entfernten, unter dem Stadler'schen Packhause belegenen, Keller 10 bis 11 Gebinde, à 600 Liter Spiritus, durchschnittlich 90o Trall., etwa 3500 Kilo Oehle und Thran, sowie 40 Ohm Brantewein lagerten. Die Gefahr war groß, als schon das Dach sowie die Ständer des Kellerhauses, die Thüren zu den hier befindlichen Kellern, vom Feuer ergriffen waren und dasselbe - selbst in die Keller bereits eingedrungen war und einige Gebinde schon brannten.Es erforderte selbstredend die größte Anstrengung und Mühwaltung der Löschmannschaft, diese Brantewein-Keller vor dem Feuer zu schützen.“
„Insbesondere der Stadler'sche Tagelöhner Gerhard Hamschmidt, aus Neuenkirchen, hat mit der größten Umsicht, Thätigkeit und Ausdauer nicht allein am Brandtage selbst, sondern wie auch in der folgenden Nacht, das Feuer von den Kellern abzuwehren gesucht.“(26)
Wegen „hervorragender Leistungen am Löschgeschäfte“ wurde Hamschmidt eine Belohnung in Höhe von 15 Mark durch die Westfälische Provinzial-Feuer-Societät gezahlt. Weiter zu „belohnende Personen“ waren der Gendarm Hufen, Rietberg (25 M.), der Schornsteinfeger Weißer, Wiedenbrück (15 M.),der Steiger Lütkehoff, Wiedenbrück(20 M.), der Stellmacher Diekneite, Rietberg (10 M.), der Schlosserlehrling Fleiter, Rietberg (5 M.), der Händler Lazarus Lilienfeld, Neuenkirchen (5 M.) und der Exkolon Augsburg, Varensell (5 M.).
Unter diesen oben Genannten wird besonders der Einsatz des Königlichen Gendarmen Hufen protokolliert: .der nicht allein am Brandtage, sondern auch in der darauffolgenden Nacht unverdrossen mit großer Ausdauer auf der Brandstätte thätig war. Er hielt die verschiedenen Reihen der Wasserträger zusammen, was bei den erschienenen 6 Feuersprützen höchst schwierig war. Nur durch seine Energie veranlaßte er die indolenten, ja widerspenstigen Leute den Reihen sich anzuschließen, sowie auch aus derselben nicht auszutreten. Bis zum Abende gegen 7 ½ Uhr beaufsichtigte er die vom Feuer der Brandstätte bedrohten Häuser der Wirthe Borries und Anton Stroop, Anordnungen zur Sicherheit dieser Gebäude vorm Feuer treffend. Auch den Stadler'schen Brantewein-Kellern erwiderte er seine Fürsorge. Mittels eines schweren Hammers half er die Eisenstäbe vor dem unteren Kellerloch zu einer Oeffnung auseinander zu biegen, durch welche der Schornsteinfeger Weißer in den unteren Keller stieg, und das in denselben bereits eingedrungene Feuer zu löschen. Mit durchnäßten Kleidern beaufsichtigte er auf der Brandstätte bis zum frühen Morgen die Nachtwache, welche, sobald das Feuer auf den Brandtrümmern wieder ausbrach, dasselbe mittels der eigens hierzu aufgestellten Feuerspritze löschen mußte. Erst am Morgen verließ er die Brandstätte, um nach Rietberg zu seiner kranken Frau, welche im Begriff war, niederzukommen, zurückzueilen....
Auch hier betätigte er sich besonders bei der Rettung der Waren und Mobiliare aus dem Hause des Kaufmanns Löwenstein, indem er selbige über die Straße in den Vikariegarten bringen ließ, und hierdurch veranlaßte, daß ein großer Theil derselben gerettet wurde...(27)

Am 22.8. 1905 , mittags gegen 1 Uhr entstand in dem Wohnhause des Bäckermeisters Kellermann Feuer, welches sich in kürzester Zeit über das ganze Wohnhaus,sowie über die Stallung ausbreitete. Die schnell herbeigerufene freiwillige Feuerwehr konnte dem Brand nur mit Mühe beikommen, da die „angrenzenden Haufen von Fichtenbuschen etc.“ auf welche das Feuer sich inzwischen ausdehnte, die nähere Umgebung in dichten Qualm setzten. Blitzschnell griff dann das Feuer, welches in den Holzvorräten des Kellermann reiche Nahrung fand, auf das angrenzende Wohnhaus des Rentners Schalück und von hier auf das Wohnhaus nebst Stallung des Schankwirts H. Becker über. Die Feuerwehren von Neuenkirchen, Rietberg und Gütersloh mußten sich auf den Schutz der bedrohten Nachbarhäuser (Geschäftshaus Spieker; Saal und Scheune des Gastwirts Becker) beschränken. (28)

Handwerk – Gewerbe – Industrie – Besiedlung

In einem Verzeichnis des Gemeindevorstehers vom 1. März 1853 finden sich folgende Handwerker mit der Zahl der Selbständigen und der Gesellen (erste bzw zweite Zahl in der Klammer):

  • Schreiner (8/2)
  • Wagenmacher (2/1)
  • Schuhmacher (8/-)
  • Faßbinder (2/1)
  • Schneider (7/3/1 Lehrling)
  • Spinnradmacher (2/-)
  • Holzschuhmacher (5/-)
  • Metzger (1/-)
  • Bäcker (5/-)
  • Goldarbeiter (1/-)
  • Maurer (4/-)
  • Glaser (1/-)
  • Färber (2/2)
  • Schlosser (1/-)
  • Zimmerleute (2/2)
  • Weber (-/1).   (29)

Hieran läßt sich deutlich die Entwicklung Neuenkirchens zu einer gewerblich orientierten Gemeinde erkennen. Vom Ein- oder Zwei-Mann- Betrieb wurde, wie oben bereits erwähnt, gegen 1900 der Schritt zu größeren Betriebseinheiten bis hin zur ersten Fabrik  im Rietberger Land getan. Neuenkirchen hat seine starke gewerblich-industrielle Prägung bis heute gewahrt...

Neuenkirchen, die mit 6,85 qkm flächenmäßig kleinste Gemeinde des früheren Amtes Rietberg, verzeichnet 1818 eine Einwohnerzahl von 1.178, die etwa 80 Jahre ziemlich konstant bleibt (etwa 1.200 bis 1.300). Seit der Jahrhundertwende ist ein rascher Anstieg festzustellen: 1905 sind es 1.508 Einwohner, 1933 2.082, 1952 3.076, was eine Bevölkerungsdichte von 479 pro qkm bedeutet.(31) Am 1.1.1988 hat der Ortsteil Neuenkirchen 4.486 Einwohner, davon 541 Ausländer, das ist mit 12% der höchste Ausländeranteil im Stadtgebiet bei einem Durchschnitt von 5,8 % Von den Ausländern sind 390 Türken, 60 Griechen, 27 Jugoslawen, 20 Inder (v.a. Ordensschwestern im Altenpflegeheim) und 14 Polen. (32) Die aktuellen Zahlen finden Sie unter den Anmerkungen!

Der Anstieg der Bevölkerung und die damit verbundene Bautätigkeit verwandelten seit der Jahrhundertwende das Ortsbild von Neuenkirchen zunehmend. Während bis 1900 der bis heute erkennbare Ortskern in seiner abgerundeten Form Siedlungsschwerpunkt blieb, woneben es die Streusiedlung in der Bauerschaft gab, entstanden seitdem an den ausgebauten Ausfallstraßen zwischen Wapelbach im Norden und Sennebach im Süden Häuserreihen.Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden dann die verdichteten Wohngebiete.

Die rege Bautätigkeit hat zu einer starken Entfaltung des Bausektors geführt. Schon 1853 verfügte Neuenkirchen über relativ viele Bauhandwerker. Diese Entwicklung setzte sich fort, und heute arbeiten und liefern mehrere Betriebe - einschließlich Baubedarf -weit über die Grenzen von Rietberg hinaus.

So wie in diesem Bereich ist in vielen anderen Bespielhaftes geleistet worden. Der Ortsteil hat anscheinend den Ehrgeiz, an eine Tradition anzuknüpfen, die in der Bezeichnung „Musterdorf“ zum Ausdruck kam – eine Bezeichnung, die Neuenkirchen zwischen den Weltkriegen gern für sich in Anspruch nahm, nicht zuletzt wegen der für damalige Verhältnisse im Vergleich zu anderen Gemeinden großzügigen Straßenführung und Bauweise von Geschäfts- und Privathäusern im Ortskern.

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